Liebe Gäste und Freunde,

 

 

der vom Neumarkter Tagblatt veröffentlichte Artikel zu meinem Antrag bei der letzten Gemeinderatssitzung entspricht leider wieder nicht den Tatsachen.

 

Nur drei Punkte:

 

- Ich habe niemals die Bezuschussung meines Gasthauses beantragt, sondern immer einen Zuschuss zur Sanierung eines historischen Bauernhauses.

Die Beseitigung von Leerständen (länger als 5 Jahre) werden in anderen Kommunen bereits bezuschusst, dies  zu den rechtlichen Grundlagen.

 

- Ein Gemeinderat hatte sich bei mir über meinen Antrag informiert,

da er bei den Unterlagen zur Gemeinderatssitzung, die im Vorfeld von der Gemeinde verteilt wurden, gar nicht beigelegt war.  Wer sich von den anderen Gemeinderatsmitgliedern evtl. Einsicht darüber im Rathaus eingeholt hatte, weiß ich nicht. 

 

- Der andere Bauherr hatte seinen Antrag auch verspätet gestellt. Außerdem hatte ich bereits vor Baubeginn 2015 bei der Gemeinde 

mündlich, leider nicht schriftlich, angefragt.

Meines Wissens, müssen aber nur Anträge für Förderprogramme immer vor

Baubeginn gestellt werden. Freiwillige Zuschüsse der Gemeinden sind immer möglich.

 

Mühlhausen 4.12.2019

 

 

 

 


In letzter Zeit gab es mehrere Berichte zu meinem Gasthaus in der örtlichen Presse zu lesen.

Da nicht immer alles ganz der Realität entsprach, möchte ich euch hier die Sache aus meiner Sicht darstellen.

 

Bevor ich 2015 mit der Sanierung des alten Bauernhauses begann, habe ich bei der Gemeinde

nach Fördermöglichkeiten nachgefragt. Schließlich wurde ein historisches Gebäude nach 8 Jahren Leerstand wiederbelebt und ein Dorfgasthaus neu eingerichtet. Damals bekam ich die Aussage, dass nichts möglich ist. Keine Städtebauförderung, da kein Städtebaufördergebiet. Dorferneuerungs-maßnahmen gehen erst, wenn die Dorferneuerung kommt. Da diese erst 2022 (kann auch 2021 sein) für Bachhausen vorgesehen ist, hätte ich ca. sieben Jahre warten müssen, um eine Förderung beantragen zu können. Weitere vier Jahre Bauzeit dazugerechnet, hätte ich das Gasthaus frühestens im Jahre 2026 eröffnen können.

 

Das Amt für ländliche Entwicklung gibt jedes Jahr über 5 Mio € Fördergelder für private Baumaßnahmen aus. "......Gerade die Investitionen privater Bauherrn in leerstehende Bausubstanz,

markante alte Gebäude und in die Modernisierung nicht mehr zeitgemäßer Häuser verhindern, dass

die Ortskerne aussterben....."

Zitat unserer Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber: "Unsere Dörfer leben vom Engagement

der Bürgerinnen und Bürger und von ihren Investitionen in lebendige Ortskerne" Mit der Sanierung,

Modernisierung und Wiederbelebung leerstehender oder veralteter Gebäude wird ihren Worten zufolge ein unschätzbarer Beitrag für Dauerhaft attraktive und lebenswerte Dörfer geleistet.

Wer in den Genuss dieser Förderungen kommt, erschließt sich mir nicht. Wer kann schon x-Jahre auf die Dorferneuerung warten.

 

Ein freiwilliger Zuschuss durch die Gemeinde wurde ebenfalls abgelehnt. Begründung: "Man müsste ja sonst jedem etwas geben". Ich habe das damals akzeptiert und die Sache war für mich erledigt.

 

Positiv möchte ich aber auch erwähnen, dass mir die Gemeinde eine Fläche für einen Parkplatz

verpachtet hat und dass das Gasthaus immer positiv bei Bürgerversammlungen und dergleichen,

z.B. dem Neujahrsempfang erwähnt wurde. 

 

Als ich nun im Frühjahr 2019 erfuhr, dass ein anderer Bauherr einen freiwilligen Gemeindezuschuss für sein Objekt erhielt, habe ich für mein Projekt nochmals einen schriftlichen Antrag eingereicht.

Dieser wurde durch unseren Bürgermeister abgelehnt, mit der Begründung, dass das andere Haus 

ein Denkmalschutzobjekt sei. Im Denkmalschutzgesetz gibt es zwar eine Aussage, dass Gemeinden solche Projekte unterstützen sollen, es handelt sich aber auch hier um eine freiwillige Leistung der Gemeinde. Nach Aussage der Reg./Opf. befürwortet man ebenso Zuschüsse der Gemeinden, um Leerstände in den Dorfzentren zu beseitigen.

Ich möchte ausdrücklich  betonen, dass der Zuschuss für den anderen Bauherren im vollen Umfang für mich in Ordnung geht.

  

Der historische Bauernhof  (Baujahr um 1800, aber ohne Denkmalschutz) wurde komplett kernsaniert. Nach 8 Jahren Leerstand war das Haus nicht mehr bewohnbar. Das Gebäude wurde nach Fotos von 1920 wieder in den damaligen Zustand versetzt, auch ohne Vorgabe des Denkmalschutzes.

Im EG wurde das böhmische Kappengewölbe von 1858, welches stark geschädigt war, wieder hergestellt. Ein preußisches  Kappengewölbe wurde erhalten, eine alte Holzbohlendecke freigelegt

und gesäubert. Alle Bodenbeläge (außer Küche und Toiletten)  sind durch historisches Baumaterial (Holzböden, Solnhofner Platten) ersetzt worden. Zusätzlich entstanden deutliche Mehrkosten durch die Nutzungsänderung (notwendig für das Gasthaus) und den Brandschutz.

 

In anderen Gemeinden gibt es bereits Leerstandsoffensiven oder Zuschussprogramme zur

Beseitigung von Leerständen (z. B. Stadt Oettingen).

 

Der von mir beantragte Zuschuss hat nichts mit dem Gasthaus zu tun, auch nichts mit dem Museum.

Vielmehr ist es ein Obolus für die Mehrkosten, die bei der Sanierung solch alter leerstehender Häuser entstehen.

In den Zeitungsartikeln wird der Eindruck erweckt, dass ich eine Förderung für das Gasthaus will, weil der Geschäftsverlauf schlecht ist. (Warum werden in diesem Zusammenhang die 13 anderen Gasthäuser in der Gemeinde  erwähnt, obwohl die mit dieser Angelegenheit wirklich gar nichts zu tun haben).

Dem muss ich widersprechen, ich bin mit der  Besucherfrequenz der Gaststätte hoch zufrieden. Meine Erwartungen wurden deutlich übertroffen.

 

Meine letzte Hoffnung liegt nun beim Gemeinderat, der bisher in dieser Angelegenheit nicht aktiv war, da es eine alleinige Entscheidung unseres Bürgermeisters war. Ich hoffe der Fairness halber und der Gleichbehandlung, dass es noch zu einem positiven Ergebnis kommt.

 

Täglich kann man in Presse, Rundfunk und Fernsehen Berichte lesen/hören, bei denen es  um die Problematik in den Dörfern geht. Leerstände, das Ausbluten der Dörfer, wieder Leben in die Dörfer bringen und natürlich das Gasthaussterben sind beliebte Themen bei unseren Politikern.

Es gibt tolle Aussagen dazu, aber wenn man aktiv etwas dazu beiträgt, bleibt es oftmals nur bei Worten.

Die Hilfe und die Aufklärung zu Fördermöglichkeiten bei den Ämtern ist meiner Meinung nach stark verbesserungsfähig!

Stellt sich mir hier die Frage, will man das überhaupt!!!!!!

 

Ich wünsche allen Besucher der Website alles Gute und ich freue mich über ein Wiedersehen im Gasthaus.

Wie sich die Sache weiterentwickelt, kann ich in der momentanen Situation noch nicht entscheiden.

 

 

 

 

Wirtshausmuseum

"Grüner Baum"

in Bachhausen

Gasthaus - Biergarten - Museum